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Stand: 10.12.2007

VHL Wörterbuch
 

Abdomen

Bauch

   

Adjuvant

die Wirkung zusätzlich unterstützend, ergänzend

   

Adrenal

zur Nebenniere gehörend

   

Adrenalin

in der Nebenniere produziertes Stresshormon

   

akut

Plötzlich auftretend, von heftigem und kurzandauerndem Verlauf (im Gegensatz zu chronisch).

   

ambulant

Es ist kein Krankenhausaufenthalt erforderlich.

   

Anästhesie

Unempfindlichkeit gegen Schmerz-, Temperatur- und Berührungsreize z.B. als gewünschtes Ergebnis einer Betäubung.

   

Anamnese

Krankengeschichte; Art, Beginn und Verlauf der Erkrankungen, Operationen, (aktuellen) Beschwerden und Befinden, die im ärztlichen Gespräch mit dem Kranken erfragt werden.

   

Angiogramm

Gefäßdarstellung, meist mit Kontrastmittel

   

Angiom

Gefäßgeschwulst

   

Angiomatose

Vielzahl von Angiomen

   

Anomalie

Fehlbildung, Abweichung von der Norm

   

Anti-angiogenese

Hemmung der Gefäßneubildung

   

Assoziation

Verknüpfung

   

asymptomatisch

ohne Beschwerden, Krankheitszeichen

   

Benigne

gutartig

   

Bestrahlung

siehe Strahlentherapie

   

Biopsie

Entnahme von Gewebe oder Zellen aus einem lebenden Organismus mittels eines Instrumentes (z.B. Spezialkanüle oder Skalpell) zur mikroskopischen Untersuchung. Bezeichnung entweder nach der Art der Entnahmetechnik oder dem Entnahmeort. Besondere Bedeutung bei Gehirntumoren hat die stereotaktische Biopsie, bei der mit Hilfe einer feinen Nadel oder Zange auch tiefliegendes Tumorgewebe schonend und sicher gewonnen werden kann.

   

Brachytherapie

Die interstitielle Brachytherapie ist eine lokale Strahlenbehandlung, bei der ionisierende Strahlungsquellen in das Tumorgewebe eingebracht werden.

   

Cerebellum

Kleinhirn

   

Chemotherapie

Allgemein wird unter Chemotherapie die Hemmung von Tumorzellen im Organismus durch Verwendung von Medikamenten verstanden. Da diese sog. zytostatischen Medikamente hoch wirksam sind, muss bei der Herstellung strengstens auf höchste Reinheit geachtet werden. Bei Tumorpatienten versteht man unter Chemotherapie in der Regel die Behandlung mit zytostatischen Medikamenten.

   

chronisch

anhaltend (im Gegensatz zu akut).

   

Computertomographie (CT)

Computergestütztes röntgendiagnostisches Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern (Tomogramme, Quer- und Längsschnitte) des menschlichen Körpers. Die Bilder errechnet der Computer mit Hilfe von Röntgenstrahlen, die durch die zu untersuchende Schicht hindurchgeschickt werden.

   

coronar

Schnittebene bei CT oder MRT parallel zur Stirn

   

Diagnose

Krankheit, auch auf Grund genauerer Beobachtungen und Untersuchungen abgegebene Beurteilung über den Zustand einer Krankheit.

   

Diagnostik

Sammelbegriff für alle Untersuchungen, die zur Feststellung einer Krankheit angewendet werden sollen.

   

Dialyse

Blutreinigungsverfahren

   

Diffus

zerstreut, ohne genaue Abgrenzung

   

DOPA

Dihydroxyphenylanalin, ein Stoffwechselprodukt der Katecholamine

   

Drainage

Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen über entsprechende Röhrchen, Schläuche o.ä.

   

Drüse

Ein- oder mehrzellige Organe, die spezifische Wirkstoffe (Sekrete) bilden und diese nach außen (z.B. in die Mundhöhle, Magen und Darm) oder nach innen, direkt in die Blut- oder Lymphbahn abgeben (Hormondrüsen).

   

ELST

Tumor des „Endolymphatic Sac“, eine Ausstülpung des Innenohres in Richtung Gehirn.

   

Endogen

im Körper selbst, im Körperinneren entstehend, von innen kommend

   

Endokrin

In das Blut absondernd. Die Schilddrüse ist z.B. eine Drüse, die ihre Hormone endokrin absondert.

   

Endokrinologie

Lehre von der Funktion der Hormondrüsen z.B. der Nebenniere.

   

Endolymphsystem

Flüssigkeitsgefülltes Gangsystem im Innenohr.

   

Endoskop

Mit elektrischer Lichtquelle und Spiegelvorrichtung versehenes Instrument zur Untersuchung von Hohlorganen und Körperhöhlen.

   

Endoskopie

Ausleuchtung und Inspektion von Hohlräumen mit Hilfe eines Endoskops mit der Möglichkeit einer Gewebeprobeentnahme sowie zur Durchführung kleinerer operativer Eingriffe unter optischer Kontrolle.

   

Enukleation

Herausnehmen eines Tumorknotens oder Entfernung eines Augapfels.

   

exokrin

(gr. exo = außen und krin =(ab) -scheiden, -sondern); exokrine Drüsen geben ihre im Körper gebildeten Wirkstoffe (Sekrete) wie Enzyme nach außen z.B. an die Haut oder in den Darm ab.

 

 

exogen

außerhalb des Organismus entstehend, von außen her in den Organismus eindringend

   

Extra-adrenal

Außerhalb der Nebenniere, nicht zur Nebenniere gehörend.

   

Felsenbein

Knochenanteil in der Schädelbasis, der den  inneren Gehörgang und Hör- und Gleichgewichtsorgane enthält.

   

fokal

Von einem Herd ausgehend.

   

Gadolinium

Kontrastmittel für Kernspintomographie

   

 

Glaskörper

Gallertmasse im Inneren des Auges

   

Hämangiom

Gefäßtumor

   

Hämangioblastom

Gefäßreicher Tumor, der bei VHL Patienten typischerweise im ZNS vorkommt

   

Hämatologie

Die Lehre vom Blut und seinen Erkrankungen.

   

Hereditär

erblich

   

Histologie/histologisch

Wissenschaft und Lehre vom Feinbau der Gewebe. Die mikroskopische Betrachtung eines durchsichtigen und speziell angefertigten Gewebeschnittes erlaubt meistens die Beurteilung, ob eine gutartige oder bösartige Gewebswucherung (Tumor) vorliegt und gibt auch Hinweise auf den Entstehungsort des Tumors.

   

Homöopathie

Von Samuel Hahnemann (1755 - 1843) begründetes Therapieprinzip, bei dem meist in niedrigster Dosierung pflanzliche und mineralische Substanzen eingesetzt werden, die in hoher Dosierung bei einem gesunden Menschen der zu behandelnden Krankheit ähnliche Symptome hervorrufen.

   

Hormone

Botenstoffe des Körpers, die in spezialisierten Zellen und Geweben hergestellt werden und auf dem Blut- oder Lymphweg ihren Wirkort erreichen.

   

Immunsystem

Das körpereigene Abwehrsystem gegen Krankheiten. Wesentliches Merkmal der Abwehrkräfte ist ihre Eigenschaft, Fremdsubstanzen zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu aktivieren.

   

Immuntherapie

Die Immuntherapie von Tumorerkrankungen setzt solche Zellen oder Botenstoffe im Organismus ein, die sich im Dienste der körpereigenen Abwehr befinden. Unter bestimmten Bedingungen kann eventuell eine Abwehrreaktion gegen das Geschwulstgewebe erzielt werden.

   

Implantat

Zusammenfassende Bezeichnung für künstliche Stoffe und Teile, die zur Erfüllung bestimmter Ersatzfunktionen für einen begrenzten Zeitraum oder auf Lebenszeit in den menschlichen Körper eingebracht werden.

   

Infusion

Zufuhr größerer Flüssigkeitsmengen (Nährlösungen, Medikamente) über einen in einem Blutgefäß liegenden Katheter - meist tröpfchenweise - in den Organismus.

   

Injektion

Einführung von Flüssigkeit (z.B. eines Medikaments) in den Organismus mit Hilfe einer Spritze.

   

Inselzelltumor

Neubildung der Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse

   

Insulin

Hormon der Bauchspeicheldrüse, regelt den Blutzuckerspiegel im Körper.

   

Interferone

Botenstoffe, mit denen sich die körpereigenen Abwehrzellen untereinander verständigen. Diese Stoffe können heute künstlich hergestellt werden und finden Anwendung bei der Behandlung verschiedener Krebsarten.

   

intravenös

Die Verabreichung eines Medikaments in die Vene.

   

Irritation

Reizung

   

Kältechirurgie

Zerstörung von Gewebe wie z.B. Tumorgewebe durch Kälte; dabei wird die betreffende Stelle über wenige Sekunden beispielsweise mit flüssigem Stickstoff behandelt.

   

Karzinogene

Substanzen, die die Krebsentstehung begünstigen.

   

Karzinom

Geschwulst, die aus Deckgewebe (Epithel) entsteht. Karzinome besitzen viele, hinsichtlich des Gewebeaufbaus und des Wachstums unterscheidbare Formen.

   

Katecholamine

Botenstoffe des Nervensystems, die mit Adrenalin und verwandten Substanzen verwandt sind.

   

Katheter

Röhren- oder schlauchförmiges, starres oder biegsames Instrument zum Einführen in Hohlorgane, Gefäße oder Körperhöhlen. Durch einen Katheter kann von dort Inhalt entnommen oder Substanzen dorthin eingebracht werden.

   

Kernspintomographie, Magnetresonanz-
tomographie (MR)

Die Kernspintomographie oder Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, welches sich der elektromagnetischen Schwingung von Gewebebestandteilen in einem künstlich erzeugten Magnetfeld bedient. Es stellt mit hoher Auflösung Strukturen im Schädelinneren dar und liefert damit präzise Schnittbilder des Gehirns. Ungeeignet ist sie häufig für Patienten mit Herzschrittmachern, für Patienten mit Ängsten und für Menschen, denen nur eine sehr kurze Untersuchungszeit zugemutet werden kann.

   

Kontrastmittel

Sie werden gegeben, um im Röntgenbild bestimmte Strukturen besser darzustellen. Röntgenstrahlen werden vom Kontrastmittel mehr (positives Kontrastmittel) oder weniger (negatives Kontrastmittel) abgeschwächt als vom umgebenden Körpergewebe. Dadurch kommt es zu einer kontrastreicheren Darstellung des Organs, in dem sich das Kontrastmittel befindet.

   

Kurativ

heilend, auf Heilung ausgerichtet

   

Läsion

Allgemein für krankhafte Veränderung

   

Laparoskopie

Endoskopischer Eingriff im Bauchraum

   

Laserkoagulation

Verklebung von Gewebe durch Bestrahlung mit gebündeltem Licht, d.h. Verbrennung mit Laser

   

Latent

stumm, verborgen

   

Lateral

seitlich

   

Liquor cerebrospinalis

Nervenwasser. Es umspült das gesamte Gehirn und das Rückenmark und befindet sich auch im Inneren des Gehirns, wo es die Gehirnkammern ausfüllt.

   

Lokal

örtlich

   

Lokalisation

Der genaue Sitz im Körper.

   

Lumbalpunktion

Einstich in den Wirbelkanal (zwischen dem 3. und 4. oder 4. und 5. Lendenwirbel-Dornfortsatz) für die Entnahme von Flüssigkeit (Gehirnwasser, Liquor cerebralis) zur Untersuchung der Zellen und/oder zur Einträufelung (Instillation) von Medikamenten in den Lumbalkanal.

   

Lymphknoten

Die linsen- bis bohnengroßen Lymphknoten sind an zahlreichen Stellen des Körpers (Lymphknotenstationen) Filter für das Gewebswasser (Lymphe) einer Körperregion. Die oft verwendete Bezeichnung Lymphdrüsen ist falsch, da die Lymphknoten keinerlei Drüsenfunktion besitzen. Die Lymphknoten sind ein wichtiger Teil des Immunsystems.

   

Lymphozyten

(kleine, weiße Blutkörperchen) Blutzellen, die die Abwehr von Krankheiten und Fremdstoffen zur Aufgabe haben.

   

Magnetresonanz-
tomographie

siehe Kernspintomographie

   

Makula

Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut

   

Maligne

bösartig

   

Manifestation

das Erkennbarwerden von Krankheiten

   

Manuell

mit der Hand

   

Metastase

Krankheitsherd, der durch die Verschleppung von krankheitserregendem Material (Tumorzellen, Bakterien) aus einem ursprünglichen Krankheitsherd entsteht. Im engeren Sinne ist damit die Metastase eines bösartigen Tumors gemeint (Fernmetastase: Metastase, die auf dem Blut- oder Lymphweg übertragen wird und fern des ursprünglichen Tumors angetroffen wird). Eine Metastasierung kann hämatogen, d. h. über den Blutweg, oder lymphogen, d. h. mit dem Lymphstrom erfolgen. Hämatogene Metastasen sind mit Operation oder Strahlentherapie nur sehr selten zu bekämpfen, während bei lymphogenen Metastasen eine Operation, eine Chemotherapie und / oder eine Bestrahlung noch ausreichend wirksam sein kann.

 

 

Mikrochirurgie

Spezialgebiet der Chirurgie, das sich mit Operationen unter dem Mikroskop befasst.

   

Minimal

äußerst gering

   

minimal-invasive Eingriffe / Operationen

Eingriffe, die in ihrer Auswirkung für den Patienten so gering wie möglich gehalten werden.

   

Morbidität

Krankheitshäufigkeit, Anzahl von Erkrankungen.

   

Mortalität

Sterblichkeit

   

MRT / MRI

siehe Kernspintomographie

   

Multipel

mehrfach, an verschiedenen Orten gleichzeitig

   

Nebenniere

Hormondrüse über der Niere, die u.a. Adrenalin produziert

   

Nephrektomie

Operative Entfernung einer Niere

   

Nephrologe

Nieren-Spezialist

   

Neural

vom Nervensystem ausgehend

Neurochirurgie

Teilgebiet der Chirurgie, das die Diagnostik und operative Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems umfasst. Bei der Mikro-Neurochirurgie werden Eingriffe am Gehirn mit Hilfe eines Operationsmikroskops durchgeführt.

   

Noradrenalin

in der Nebenniere produziertes Stresshormon

   

Ödem

Häufig schmerzlose, nicht gerötete Schwellungen infolge Ansammlung wäßriger Flüssigkeit in Gewebespalten, etwa der Haut oder Schleimhäute. Das Gehirn neigt in besonderer Weise zur Schwellung (Hirnödem).

   

Onkogenese

Krebsentstehung

   

Onkologie

Lehre von Krebserkrankungen. Onkologen sind Ärzte mit speziellen Kenntnissen auf dem Sektor der Tumortherapie und -biologie.

   

Operabilität

Operierbarkeit; so beschaffen, daß man operieren kann

   

Oral

den Mund betreffend, durch den Mund

   

Pankreas

Bauchspeicheldrüse

   

Pankreatektomie

Entfernung der Bauchspeicheldrüse

   

Pankreaszysten

bläschenartige Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchspeicheldrüse

   

Papille

Eintrittstelle des Sehnerven in die Netzhaut = blinder Fleck

   

Paragangliom

Neubildung (Tumor) der Paraganglien. Paraganglien sind eine Nervenstruktur neben der Wirbelsäule, die zum autonomen Nervensystem gehören.

   

Parameter

Messgröße

   

Pathologie

Lehre von den abnormen und krankhaften Veränderungen im menschlichen Organismus, insbesondere von den Ursachen sowie Entstehung und Entwicklung von Krankheiten und den dadurch hervorgerufenen organischen Veränderungen und funktionellen Auswirkungen.

   

Periduralanästhesie

Örtliche Betäubung, die über einen zwischen Rückenmark und Wirbelsäulenkanal gelegenen Spalt (Periduralraum) erfolgt.

   

Perkutan

durch die Haut, von außen

   

PET

Abkürzung für Positronen-Emissions-Tomographie; Untersuchung, bei der über die Aufnahme einer radioaktiv markierten Substanz und ihren nachfolgenden Stoffwechsel ein Bild des Körpers oder einzelner Abschnitte angefertigt wird. Tumoren und/oder Metastasen weisen meist einen gegenüber gesundem Gewebe erhöhten Stoffwechsel auf und heben sich dadurch in dem tomographischen Bild vom gesunden Gewebe ab.

   

Phäochromozytom

Meist gutartige Tumore des Nebennierenmarks oder gleichartig gebaute Tumoren im Bauchraum, sehr selten im Brustraum oder Becken

   

Physiotherapie

Behandlung von Krankheiten mit naturgegebenen Mitteln wie Wasser, Wärme, Licht und Luft.

   

Plasma

Blutbestandteile; man gewinnt sie, wenn man die Zellen (rote, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) anzentrifugiert.

   

Positronen-Emissions-
Tomographie

siehe PET

   

postoperativ

nach der Operation auftretend, einer Operation folgend

   

postoperative Behandlung

Behandlung nach einer Operation

prädisponierend

eine Krankheit begünstigend

   

präklinisch

vor Entstehung von Krankheitszeichen, vor der klinischen Behandlung

   

Prävention

vorbeugende Maßnahmen

   

primär

an erster Stelle stehend, zuerst

   

Primärtumor

Die zuerst entstandene Geschwulst, von der Metastasen ausgehen können.

   

Prognose

Vorhersage einer zukünftigen Entwicklung (z. B. eines Krankheitsverlaufes) aufgrund kritischer Beurteilung des Gegenwärtigen, oft auch zeitlich im Sinne der noch erwarteten Lebenszeit gebraucht.

   

Punktion

Entnahme von Flüssigkeiten aus dem Körper durch Einstich mit einer Hohlnadel zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken.

   

Radiatio

Kurzform für Radiotherapie, Behandlung mit Strahlen.

   

Radiologe

Röntgenarzt

   

Radioneurochirurgie

Spezialgebiet der Neurochirurgie, bei der ionisierende Strahlen zum Einsatz kommen. Siehe auch stereotaktische Radioneurochirurgie.

   

Radiotherapie (Radiatio)

Strahlenbehandlung

   

Rehabilitation

Maßnahmen zur Wiedereingliederung bzw. zur medizinischen Wiederherstellung, beruflichen Wiederbefähigung und sozialen Wiedereingliederung in Form von Übergangshilfe, Übergangsgeld, nachgehender Fürsorge von Behinderten und Beseitigung bzw. Minderung der Berufs-, Erwerbs-, und Arbeitsunfähigkeit.

   

Resektion

Operative Entfernung von kranken Organteilen.

   

Retina

Netzhaut des Auges

   

Retroperitonealbereich

Der hinter dem Bauchfell gelegene Bauchraum; hier liegen die Nieren, die Nebennieren, die Blutgefäße Aorta und Vena cava, d.h. die großen Blutleiter und die Harnleiter.

   

reversibel

umkehrbar, heilbar

   

Rezidiv

"Rückfall" einer Krankheit, im engeren Sinn ihr Wiederauftreten nach einer erscheinungsfreien Periode.

   

Screening-Untersuchung

(engl. Bildschirm/durchsieben) systematischer Suchtest, Verfahren zur Reihenuntersuchung

   

Sekret

von Zellen abgesonderte Flüssigkeit, z.B. Verdauungssekret

   

sekundär

an zweiter Stelle

   

Skalpell

Kleines chirurgisches Messer mit feststehender Klinge.

   

Somatisch

in der Körperzelle stattfindend - im Gegensatz zur Keimzelle, die vererbt wird, werden Körperzellen nicht weitervererbt

   

Sonographie (Ultraschallunterschung)

Untersuchungsmethode, bei der Ultraschallwellen durch die Haut in den Körper eingestrahlt werden, wo sie an Gewebs- und Organgrenzen zurückgeworfen werden. Die zurückgeworfenen Wellen werden von einem Empfänger aufgenommen und mit Hilfe eines Computers in Kurven oder Bilder verwandelt. Es tritt keine Strahlenbelastung auf.

   

Sporadisch

nicht erblich, d. h. spontan entstehend

   

Stereotaktische Radioneurochirugie

Mit Hilfe der Stereotaxie können für einen bestimmten Zeitraum ionisierende Strahler in Kunststoffkathetern oder in Form kleiner Stifte (seeds) in die betroffene Gehirnregion eingeführt werden. Dies führt zu einem Gewebeuntergang (Strahlennekrose) in einem Bezirk des Gehirns, der idealerweise genau der Tumormasse entspricht.

   

Strahlenbehandlung (Radiotherapie)

Anwendung ionisierender Strahlen zu Heilungszwecken. Hierbei werden grundsätzlich sehr viel höhere Strahlendosen notwendig als bei der Anfertigung eines Röntgenbildes zu diagnostischen Zwecken. Man unterscheidet die interne Strahlentherapie ("Spickung" mit radioaktiven Elementen) und die externe Strahlentherapie, bei der der Patient in bestimmten, genau festgelegten Körperregionen von außen bestrahlt wird. Beide Methoden können auch gemeinsam zur Bekämpfung eines Tumorleidens eingesetzt werden. Die Strahlentherapie unterliegt strengen Sicherheitsauflagen, die eine Gefährdung des Patienten vermeiden helfen.

   

Symptom

Krankheitszeichen

   

Syndrom

Gruppe von Krankheitszeichen oder Organveränderungen, die für ein bestimmtes Krankheitsbild mit meist uneinheitlicher oder unbekannter Entstehungsursache oder -entwicklung charakteristisch ist.

   

Syrinx /Syringomyelie

Blasenbildung oder flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Rückenmark

   

Szintigraphie/Szintigramm

Untersuchung und Darstellung innerer Organe mit Hilfe von radioaktiv markierten Stoffen. In einem speziellen Gerät werden dabei von den untersuchten Organen durch aufleuchtende Punkte Bilder erstellt, die als Schwarzweißbilder z.B. auf Röntgenfilmen ausgegeben werden können. Anhand des Szintigramms kann man auffällige Bezirke sehen und weitere Untersuchungen einleiten.

   

Teilresektion

operative Teilabtragung oder -entfernung von kranken Organteilen

   

Therapie

Behandlung einer Krankheit

   

Transplantation

Übertragung von Zellen, Gewebe oder Organen auf ein anderes Individuum oder eine andere Körperstelle.

   

Transversal

horizontal

   

Tumor

Unkontrolliert wachsende Zellwucherungen, die im gesamten Körper auftreten können.

   

Tumorareal

Aussiedlungsfläche des Tumors

   

Tumormarker

Stoffe, deren Nachweis oder genauer gesagt erhöhte Konzentration im Blut einen Zusammenhang mit dem Vorhandensein und/oder dem Verlauf von bösartigen Tumoren aufweisen kann. Diese Tumormarker sind jedoch nicht zwangsläufig mit dem Auftreten eines Tumors verbunden und können in geringen Mengen (Normalbereich) auch bei Gesunden vorkommen. Tumormarker eignen sich besonders für die Verlaufskontrollen von bekannten Tumorleiden. Weniger sind sie als Suchmethode zur Erstdiagnose eines Tumors geeignet.

   

Ultraschalluntersuchung

siehe Sonographie

 

 

VEGF

Gefäßwachstumsfaktor

   

Viren

Sammelbezeichnung für bestimmte Krankheitserreger, die sich außerhalb des Körpers nicht vermehren können.

   

Zystadenom

Tumor mit blasenförmigen Anteilen

   

Zyste

Ein- oder mehrkammerige, durch eine Kapsel abgeschlossene, sackartige Geschwulst mit dünn- oder dickflüssigem Inhalt.

   

Zytologie / zytologisch

Wissenschaft und Lehre vom Bau und von den Funktionen der Zelle. Wird auch gebraucht für die mikroskopische Untersuchung von Zellen im Abstrich oder Punktionsmaterial von Körpergeweben bzw. Zellausstrich von Körperflüssigkeiten.

   

Zytostatika

Medikamente, die das Wachstum von Tumorzellen bevorzugt hemmen, aber auch gesunde Zellen in gewissem Ausmaß schädigen können. Häufig wird dabei die Zellteilung verhindert (siehe auch Chemotherapie).