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Verein VHL (von Hippel-Lindau) betroffener Familien e.V.

Veränderungen der Nebennieren - Phäochromozytome

Phäochromozytome sind zu etwa 95 % gutartige Tumoren der Nebennieren oder der sogenannten Paraganglien (dann Paragangliome oder extraadrenale Phäochromozytome genannt) und kommen bei etwa 20 % der Patienten mit der VHL-Krankheit vor.

Sie verursachen typischerweise anfallsartige Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schweißattacken und Herzrasen. In diesen Phasen, bei manchen Patienten aber auch dauerhaft, besteht ein erhöhter Blutdruck.

Die Diagnostik besteht aus Laboruntersuchungen und einer Bildgebung, meist MRT-Untersuchung. Im Labor werden die Katecholamine oder Metanephrine (Adrenalin und Noradrenalin bzw. Metanephrin und Normetanephrin) bestimmt.

Festgestellte Tumoren sollen durch ein nuklearmedizinisches Verfahren (MIBG Szintigraphie oder DOPA- PET) bestätigt werden, um Zweittumoren auszuschließen. Die Behandlung sowohl der in den Nebennieren gelegenen Phäochromozytome als auch der außerhalb gelegenen extraadrenalen Tumoren ist die endoskopische operative Entfernung. Sehr selten kommen bösartige (maligne) Phäochromozytome vor.

Weitere Informationen finden Sie in unserer PKB (Patientenorientierte Krankheitsbeschreibung) sowie in unseren anderen Publikationen.